Ich habs getan! - 10 Tage Schweigen (Vipassana)

21/06/2017

 

Am besten erzähle ich euch erst einmal wie ich überhaupt auf die Idee kam ein Vipassana zu machen. Angefangen hat das Ganze eigentlich damals auf Liberty (einem Segelschiff, auf dem ich 4 Monate Crew war). Manuele war Teil der Crew und hatte das wohl schon ein zwei Mal gemacht. Er hat mir ein bisschen was darüber erzählt und mir empfohlen es doch auch einfach mal auszuprobieren, weil es wirklich eine Bereicherung für sein Leben war. Das hatte in mir damals schon großes Interesse geweckt. Aber wies dann so kommt wenn man wieder Zuhause ist und der ganze Alltag einen überrollt, hab ich es einfach wieder vergessen.

 

Ca. ein Jahr später, ich glaube das war Januar diesen Jahres, bin ich auf die Sundance Family gestoßen und war wirklich nachhaltig begeistert. Ka Sundance hatte auch schon ein zwei Videos über seine vergangenen Vipassanas auf Youtube  hochgeladen, die hab ich mir natürlich direkt angeschaut. Und ja, dann wars eigentlich auch schon entschieden.

Ich musste es ausprobieren!

 

Gesagt, getan! Ich hab mich ein wenig durchs Netz geklickt und bin auf das Dhamma Kamala bei Bangkok gestoßen. Die Bilder waren echt super schön und auch das ganze Konzept hat mich überzeugt. Das beispielsweise alles auf Spenden basiert. Das hat den Hintergrund, dass sie wollen das andere Menschen dann spenden, wenn ihnen der Kurs wirklich etwas gebracht hat und weil sie eben möchten das auch andere Menschen die Chance haben das zu erleben. Ich finde diese Idee wirklich schön. Und ganz offensichtlich funktioniert es auch, denn die meisten Kurse waren schon ausgebucht. Von 03 bis 14 Mai war noch was frei, und noch ein paar andere Termine, aber ich fand den Gedanke eigentlich ganz schön, meinen 23. Geburtstag schweigend in einem Meditationszentrum in Thailand zu verbringen. Also hab ich mich beworben, bzw. eingeschrieben. Kurz darauf kam dann auch schon die Bestätigung und ja, Anfang Februar war dann auch mein Flug nach Thailand gebucht. 450 Euro hin und zurück, nach Bangkok, ich war verblüfft wie günstig das ist. Ich hatte dann noch einen Platz im Shuttlebus reserviert, welcher von einem Tempel in Bangkok zum Meditationszentrum fuhr. Die Sache war also geritzt! :)

 

Dann vergingen die Monate, ich hab so dies und das gemacht, den ganzen März war ich wieder für den LBV unterwegs in Bayern, auch im April nochmal kurz. Und dann wars auch schon soweit. Ich war ja davor noch nie in Thailand und hab mich echt drauf gefreut. War ja auch schon ne Weile her seit ich das letzte Mal geflogen bin. War ein schönes Gefühl wieder unterwegs zu sein, auch wenn nur für eine kurze Zeit.

Das Packen war sehr angenehm, da so unkompliziert. Es hieß man darf nichts aufregendes anziehen, heißt durchsichtig oder eben bis über die Knie und die Schultern bedeckt. Also, 1,2 chillige Hosen eingepackt, paar Tshirts, Taschenlampe, ein zwei Tücher, ein Handtuch, Unterwäsche, und ja eigentlich wars das grob auch schon. Hatte unnötigerweise noch nen Schlafsack mit, hab die 30 Grad irgendwie unterschätzt nach den Monaten Kälte. :D

 

Ich habe mich diesmal auch einfach mal getraut, die Kamera mitzunehmen, und einfach ne Runde für euch zu filmen!:D  Ich hab einfach Mal gemacht, und bisher in meinem Leben wirklich so gut wie noch nie irgend etwas gefilmt :D Also nicht gleich ausrasten hier wegen diesen Aufnahmen, war schließlich mein erster Versuch :D! Ich hab euch einfach mal so ein paar Szenen zusammen geschnitten. Auf der Reise hin hab ich noch ein bisschen dazu gequatscht, aber als ich dort war und es los ging hab ich natürlich nicht mehr geredet. Noble silence und so, you know! :)

 

Wie also die Hinreise so war das seht ihr im Video! :) War ganz chillig, hab in dem Flug nach Abu Dhabi auch eine Runde geschlafen. Um 4 Uhr aufstehen ist halt so ne Sache, haha! Vor Allem bei mir, ich bin früh aufstehen einfach nicht mehr gewohnt.

 

 

In Bangkok angekommen hab ich dann noch so 2 Stunden gechillt, am Flughafen, da war es so angenehm kühl! Dann bin ich mit dem Taxi zu diesem Tempel in Bangkok, zu dem eben auch mein Shuttlebus gekommen ist. War so ne Fahrt von einer Stunde. Hab 700 Baht gezahlt, wurde also richtig abgezogen :D Darauf war ich eigentlich schon vorbereitet und habe deshalb gesagt er soll das Taximeter anmachen. Hat er auch gemacht aber es lief halt einfach doppelt so schnell wie normal:D Haha, naja, hat mich dann ehrlich gesagt auch nicht so gestört, ich war eh viel zu müde um noch über irgendwas aufregen zu können. 700 Baht sind auch nur so 20 Euro und das war es mir, der Entspanntheit zu Liebe, wert. Angekommen im Tempel bin ich erstmal ein bisschen rumgelaufen. Echt ein hübscher Tempel war das dort. Ich hatte ihn mir irgendwie größer vorgestellt, aber war so wie er war dann war genau richtig. Hat eben einfach dort hin gepasst. Ich hab mir die Schuhe ausgezogen und bin ein bisschen durch den Tempel geschlendert. Irgendwann hab ich dann mal nachgefragt ob jemand englisch spricht, da kam auch schon eine Frau herbei geeilt, die schon wusste das ich hier bin um den Shuttle zum Meditationszentrum zu nehmen. Sie hat mir dann noch Wasser und was zum Essen angeboten, total süß. Und mir eben auch erzählt das ich bisschen weiter hinten zu einem Parkplatz muss und da kommt der Bus um 13 Uhr dann hin. Nice! 

 

Anfangs war außer mir keiner da und ich hab mich schon gefragt ob ich wohl richtig bin, aber so nach und nach kamen die ganzen Leute eingetrudelt. Viele Thailänderinnen aber auch ein Inder und ne Deutsche namens Marie. Wir haben kurz geredet und sie war mir direkt sympathisch. Achja und ein Deutscher und ein Engländer waren auch noch mit am Start. War aber nur ne kurze Begegnung denn im Bus saßen wir an unterschiedlichen Plätzen und ich bin auch direkt eingeschlafen. Ich war einfach null aufnahmefähig zu dem Zeitpunkt. Viel zu müde.

Nach 3 Stunden Fahrt sind wir dann angekommen! Eeeendlich! Spannend! Mitten in der Natur, so kam es mir zumindest vor, stand also dieses Zentrum. Mit einem riesigen goldenen Buddha davor. Schnell mein Zeug aus dem Bus gepackt, Schuhe aus und zack, rein in das Zentrum. Und da waren Männer und Frauen auch schon getrennt, der Eingang war quasi zweigeteilt durch Raumtrenner:) Wir wurden auch schon direkt herzlich empfangen. Ausweise kopiert, noch ein zwei Formulare ausgefüllt, zu mentalen Lage, Drogenkonsum, Familie, etc. Dann noch den Reisepass, Handy und Geldbeutel abgegeben. Beziehungsweise das Alles wurde in Spints geschlossen für welchen jeder dann seinen eigenen Schlüssel hatte. Die waren aber in einem Raum der die ganzen 10 Tage verschlossen war :)! Sicher ist Sicher. Dann wurden wir von Mam, das war der Spitzname der Freiwilligen die sich den ganzen Kurs lang um uns gekümmert hat, zu unseren Zimmern gebracht. Voll die fancy Zimmer, also ich hatte es noch minimalistischer erwartet, war aber dann total froh das uns der Luxus wie eigene Dusche und eigenes Klo gegeben war. Achja, mein Highlight: Ein eigener Ventilator, ohne Witz Leute, der hat mir mein Leben gerettet! :D

 

Ich glaube um 5 oder 6, also Nachmittags, gabs dann noch essen, das hab ich natürlich erstmal verschlafen, weil ich mich kurz auf mein Bett gelegt hab und natürlich direkt eingeschlafen bin. War dann ne halbe Stunde zu spät, aber es hatte noch ein bisschen was. Typisch ich, alle da nur ich verchecks wieder. War dann auch nicht das letzte Mal an dem Abend das ich was vercheckt hab, aber Leute, ich war auch einfach viel zu müde, mein Gehirn hat nicht mehr richtig funktioniert :D So kam es dann eben auch das ich nach dem Essen schlafen gegangen bin, um 7 oder so, weil ich dachte es geht dann erst Morgen los mit dem meditieren. Haha, tja, falsch gedacht. So um 10 nach 8 oder so klopft es an meiner Tür, ich habs natürlich erstmal garnicht geschoben was abgeht. Hab dann so in kurzer Hose und Top aufgemacht, schon voll verpennt, und da stand Mam, meinte das es eine Meditation gibt in der Halle und alle schon da sind außer ich. Oh :D Also schnell was langes angezogen und ab nach oben. Wir haben so ne kleine Einführung in die Technik bekommen, ging ne Stunde, bis 9 und dann durfte ich auch endlich schlafen. Ich kann euch auch echt nicht mehr genau was wir da gemacht haben, wie gesagt, ich hab mental einfach schon geschlafen :D!

 

Zwischendrin hab ich noch schnell geduscht, und um 9 dann wie gesagt, direkt ins Bett. Ich hab geschlafen als wäre ich im Himmel und würde auf einer Wolke liegen. Dabei lag ich auf nem Metallgestell mit dünnem Aufleger:D Haha! Um 4 hat dann quasi unser „Wecker“ geklingelt. Also ein Lautsprecher aus dem so Glockenschlagen kam, aber sehr angenehm. Ich hab dann nochmal schnell geduscht und um 4.30 gings dann wieder in die Meditationshalle. 2 Stunden meditieren, bis 6.30!

 

Im Grunde haben wir einfach mal damit angefangen unseren Atem zu beobachten. Ohne ohne ihn zu verändern, ohne mitzuzählen, ohne sonst was zu denken, ohne zu bewerten. Gleichmütig. Einfach nur beobachten wie der Atem natürlich hineingeht und natürlich wieder hinaus geht. 10 Stunden lang. 10 Stunden lang habe ich das an diesem Tag gemacht. Meinen Atem beobachtet, und ich muss sagen, das ging auch eigentlich ganz gut. Das hat mich schon sehr erstaunt, denn ihr müsst wissen, Zuhause, oder sonst wo, mein ganzes Leben lang, hab ich nie die Ruhe gehabt mich einfach mal hinzusetzten und zu meditieren. Vielleicht mal 10 Minuten und dann dachte ich mir so, „hm ja, reicht dann auch wieder“. Einfach weil es mich gelangweilt hat. Und nun saß ich da, 10 Stunden lang, natürlich immer wieder mit Pausen, und habe meinen Atem beobachtet. Das Schweigen war übrigens üüüberhaupt kein Problem, ich hatte mir das echt schlimmer vorgestellt.

Am zweiten Tag sollten wir wieder unseren Atem beobachten, diesmal aber auch fühlen wie er hineingeht und wieder hinauskommt. Heißt die Empfindung spüren. Zu spüren wie die Luft an deinem Nasenflügel entlang streicht. Und jesus christ, ich sags euch. Man sitzt da, komplett entspannt, und der Atem ist einfach so leicht das man rein garnichts spürt. Einfach so null komma null, gar nichts. Und versucht dann mal nicht die Geduld zu verlieren und Gleichmütig zu bleiben, das ist am Anfang schon echt eine Aufgabe. Macht man das aber 10 Stunden lang, bewertet nicht, bleibt geduldig, gleichmütig, und beobachtet einfach nur weiter, fängt man plötzlich an die Luft zu spüren. Mir ist dann beispielsweise zum ersten Mal aufgefallen das man meist nur durch ein Nasenloch atmet. Oder das man zumindest meist stärker durch das Eine atmet als durch das Andere. Das ist mir vorher noch nie aufgefallen, und da plötzlich schon. Das war sehr interessant!

Am dritten Tag hieß es dann die Empfindungen im Bereich Oberlippe/Mundwinkel und Nase beobachten. Also quasi alles was man innerhalb diesem Dreieck so an Empfindungen spürt beobachten, nicht bewerten und auch nicht reagieren. Heißt also, wenn ihr dann da so sitzt, und plötzlich juckt es euch irgendwo in besagtem Bereich bestialisch, dann ist es eure Aufgabe dieses Jucken einfach nur zu beobachten. Sich nicht kratzen, sich nicht aufzuregen, es einfach nur zu beobachten ohne es zu bewerten. Denn das Naturgesetz, also Dhamma, ist ein universelles Gesetz: Alles ist vergänglich! Alles kommt und geht. Und so kommt und geht dieses Jucken eben auch. Und genau so war es dann auch. Es juckt wie die Hölle und man muss sich so beherrschen nicht einfach kurz zu kratzen, und dann beobachtet man einfach und schwupps, hört es plötzlich wieder auf. Im normalen Leben kommt es ja nie zu diesem Punkt. Man sitzt ungemütlich, man wechselt sofort die Position. Es juckt irgendwo, man kratzt. Und das interessante ist, dass wir meist nicht bewusst handeln. Sondern eben unbewusst. Stellt euch vor ihr seit im Gespräch mit jemandem, vollkommen auf das Gespräch konzentriert. Und es juckt euch irgendwo. Zack, habt ihr euch schon gekratzt ohne das überhaupt mitzubekommen. Dann das war nicht der bewusste Geist, sondern der Unbewusste. Oder wir schlafen, und liegen irgendwie ungemütlich. Zack haben wir uns anders hingelegt, ohne jedoch aufzuwachen und das bewusst zu entscheiden. Denn das war wieder unser unbewusster Geist. Nun, das sagt uns, dass der unbewusste Geist immer unmittelbar mit den Empfindungen in Verbindung steht. Und wir so, über die Empfindungen eben Kontakt mit unserem unbewussten Geist aufnehmen können. Indem wir nun nicht reagieren, sondern nur beobachten, übernehmen wir die Kontrolle über unser Unbewusstes. Buddha sagt das wir, indem wir Gleichmütig bleiben und nicht reagieren, Schicht um Schicht unsere Unreinheiten auflösen. Indem wir weder Aversion, noch Verlangen empfinden. Sondern nichts als Gleichmut.

 

Ein Schmerz, also eine Unreinheit kommt an die Oberfläche, wir beobachten, reagieren aber nicht, und lösen die Unreinheit so auf. Der Schmerz verschwindet. Und somit auch die Unreinheit.

Soviel zum Hintergrund. Am 4. Tag haben wir wieder Empfindungen beobachtet, diesmal aber nur auf dem Bereich zwischen Nasenlöchern und Oberlippe. Und da fing es so langsam an, entgegen meiner Erwartungen, mich zu nerven. Und zwar richtig. Das ging soweit das ich echt angepisst war. Ich sag euch warum. Man sitzt dann also da, im Schneidersitz, und beobachtet seine Empfindungen. Als erstes hab ich anfangs einfach nichts gespürt, außer gelegentlich mal nen Windhauch von den Ventilatoren. Das war schon irgendwie frustrierend, aber was noch viel frustrierender war, und was mich letztlich eben auch echt wütend gemacht hat, war nicht das, sondern es waren meine Gedanken. Da versucht man sich auf diese eine kleine Stelle zu konzentrieren, um ja keine Empfindung zu verpassen und was passiert ständig? Die Gedanken schweifen ab und man fängt an über Gott und die Welt nachzudenken. Über die Unwichtigsten Dinge. Über irgendeinen Quatsch. Immer und immer wieder versucht man sich zu konzentrieren, und schwupps, da ist es schon wieder passiert. Die Gedanken schweifen ab und man ist einfach mal so gar nicht mehr der Herr der Situation. Ist das nicht abstrus? Ich meine das ist doch mein Kopf! Wieso macht der einfach was er will! Obwohl ich doch was ganz anderes möchte! Es hat mich rasend gemacht. Am 4. Tag war ich also recht genervt und dazu kam dann noch, dass mir das mit den Gedanken, also dass sie machen was sie wollen, jetzt das erste Mal so richtig aufgefallen war. Heißt ich habe angefangen akribisch darauf zu achten was ich denke, und eben genau zu analysieren wenn meine Gedanken schon wieder gemacht haben was sie wollten. Und das konnte ich dann leider auch nicht abstellen als ich dann um 9 ins Bett gegangen bin. Ich konnte es einfach nicht abstellen, was bedeutet, dass ich einfach nicht einschlafen konnte. Ich mein ihr kennt das doch, wenn man so im Bett liegt, die Gedanken einfach kreisen lässt, und so dann langsam wegdämmert. Ich liebe das eigentlich. Aber in diesem Zustand der Beobachtung war das einfach nicht mehr möglich. Da fangen die Gedanken dann an zu kreisen, und man dämmert langsam weg, bis einem auffällt wie die Gedanken schon wieder von selbst abgeschweift sind. Und zack ist man wieder wach.

 

Also wie gesagt eigentlich hieß es um 4 aufstehen. Glücklicherweise konnte man von 4.30 bis 6.30 aber auch einfach in seinem Zimmer meditieren. Heißt ich bin am 5. Tag um 4 einfach nicht aufgestanden. Ich konnte es nicht, nach dieser Nacht. Ich hab einfach weiter geschlafen bis 6.30. Und das war auch gut so. Um 6.30 gibt es dann Frühstück bis 8, ich war aber meist schon um 7 fertig mit Frühstück, sodass ich von 7 bis 8 nochmal ne Runde geschlafen hab. Man mag es kaum glauben, aber dieses ganze sitzen und meditieren, und sich konzentrieren, strengt ganz schön an.

Der 5. Tag war Vipassana Day. Heißt alles bis jetzt, war nur Vorbereitung auf das was nun kam. Die eigentliche Technik. Vipassana. Vormittags, ich glaube von 9 bis 11 oder so, ging es los. Wir wurden gebeten in diesen 2 Stunden nicht die Halle zu verlassen, da uns die Technik gezeigt wurde und wir natürlich nichts verpassen sollten. Und jetzt wurde es so richtig ermüdend, für mich zumindest. Bisher hatten wir uns ja auf eine einzige Stelle konzentriert und diese beobachtet. Nun ging es um den ganzen Körper. Jedes einzelne Körperteil, jedes einzelne Stück Haut sollte nun beobachtet werden und zwar von Oben (der Kopfhaut) bis nach unten (die Fußzehen). Holy cannoli! Ich habe locker eine Stunde gebraucht um alles ganz genau zu beobachten. Das lief ca. so: Zuerst habe ich das Stück Kopfhaut, direkt auf meinem Kopf beobachtet, bis ich eben eine Empfindung wahrgenommen habe. Wenn ich keine wahrgenommen hab, habe ich diese Stelle eine Minute beobachtet und bin dann eben zu nächsten Stelle weiter, ob da jetzt eine Empfindung war oder nicht. Dann war die rechte Seite meiner Kopfhaut dran, dann die linke, dann hinten, rechtes Ohr, linkes Ohr, Stirn, rechte Augenbraue, linke Augenbraue, und so weiter eben, bis nach unten zu meinen Zehen. Ich fand das sehr ermüdend. Zum einen da meine Gedanken immer noch ständig auf Erkundungstour durch Vergangenheit und Zukunft gingen und zweitens da ich auf so vielen Körperteilen eben keine Empfindungen spüren konnte. Goenka meinte aber immer wieder das wir zu jeder Zeit, auf jedem Teil der Körpers, Empfindungen haben, wir sie Anfangs aber einfach noch nicht wahrnehmen können, weil wir es gewohnt sind nur grobe Empfindungen wahrzunehmen und nicht die Feinen. Auch der 5. Tag war also echt anstrengend und nervenaufreibend für mich. Ich bin auch nicht mit übermäßig viel Geduld gesegnet, und das Ganze war wirklich eine harte Probe. Auch in dieser Nacht habe ich wieder meine Gedanken beobachtet, und konnte deshalb nicht einschlafen.

Und so bin ich auch am 6. Tag erst um 6.30 aufgestanden.

Am 6. Tag durften wir anfangen nicht nur von oben nach unten zu beobachten sondern auch von unten nach oben. Heißt von den Füßen hoch bis zum Kopf. Das war eine nette kleine Abwechslung, und ich muss sagen, ich kam immer besser mit der ganzen Geschichte zurecht. Ich konnte mittlerweile schon mehr Empfindungen spüren, auch an Stellen an denen ich zuvor eben garnichts gespürt hatte. Dementsprechend besser war auch meine Laune. Meine Runden dauerten jetzt schon keine Stunde mehr sondern vielleicht nur noch 45 Minuten. Das war wirklich sehr befriedigend und hat mich glücklich gemacht.

 

Achja, ich hatte ganz vergessen zu erwähnen, dass wir 3 Mal am Tag eine Stunde hatten, in der wir komplett still, ohne uns zu bewegen, meditieren sollten. Das war jeden Tag von 8 bin 9 morgens, von 14.30 bis 15.30 und dann noch Abends von 18 bis 19 Uhr! Und das war wirklich am aller härtesten, aber für mich, auch am aller lehrreichsten. Ich saß da im Schneidersitz, 10 Minuten, 20 Minuten, 30 Minuten..35 Minuten.. und dann schläft mir voll das Bein ein. Es kribbelt wie verrückt. Was möchte ich also sofort machen? Na klar, mich anders hinsetzten, damit mein Bein quasi weder aufwacht und aufhört zu kribbeln. Und genau das sollten wir in diesen 3 Stunden eben nicht machen. Nicht bewegen, am besten gar nicht. Aber ja, viele von uns waren blutige Anfänger, also sagte unsere Lehrerin, wir sollten unsere Position einfach so selten wie möglich ändern. Wenn wir sie 4 Mal ändern, einfach versuchen sie beim nächsten Mal nur 3 Mal zu ändern, uns so weiter.

 

Wir hatten zwei Lehrerinnen, und ich war wirklich schwer beeindruckt. Egal wie lange wir in der Halle saßen, diese zwei saßen dort, still, mit den Augen geschlossen, ohne sich auch nur einmal zu bewegen. Ohne die Augen auch nur einmal zu öffnen. Da gehört schon sehr viel Willenskraft dazu, einfach echt wow!

 

An der Technik hat sich jetzt eigentlich nicht mehr viel geändert. Frühstück gab es wie immer von 6.30 bis 8 Uhr. Danach eine Stunde meditieren und still sitzen bleiben. Dann eine kurze Pause, dann von 9 bis 11 Meditation. Hier durfte man aber auch kurz mal an die frische Luft oder aufs Klo. Ich habe meist so eine Stunde, manchmal eineinhalb Stunden meditiert und bin dann aus der Halle gegangen. Meistens habe ich mich noch irgendwo in den Schatten gesetzt und ein wenig die Natur beobachtet. Ich habe ganz wunderbare Dinge gesehen wenn ich mich einfach mal für eine Weile draußen hingesetzt habe. Denn wenn man einfach nur still beobachtet, offenbart die Natur einem so einiges. Denn an diesem Ort, wo alle so still und friedvoll sind, hat man wirklich den Eindruck das wir Menschen im Einklang mit der Natur gelebt haben. Und so hat sich die Natur dann auch verhalten. Ich habe einen riesigen Tausendfüßler gesehen, der dann auch über meine Hand gewandert ist, Seidenspinnen, Leguane, Eidechsen, eine Schlangenhaut, Versammlunegn von Tausenden kleinen Fliegen an einem Strohalm, Geckos, wunderschöne Nachtfalter und noch vieles mehr. Sogar eine Krageneidechse und weiße Eichhörnchen!

 

Oft sind mir mit der Zeit Dinge aufgefallen die schon die ganze Zeit da waren, ich sie aber nie gesehen hatte. Das war ein sehr beeindruckendes Gefühl. Man lernt das Aufmerksam sein. Das Beobachten. Zurück zu meinem Tagesablauf. Um 11 gab es dann Mittagessen bis etwas 12 Uhr. Und was für eins! Meist 5 oder 6 Gerichte von denen man sich nehmen konnte und noch einen Nachtisch. Und alles vegan! Meist gab es Reis oder Reisnudeln, Gemüsesuppe, Variationen von angebratenem Gemüse und Tofu, Salat, Bananen und zum Nachtisch dann Zum Beispiel sticky rice mit Kokos, oder gebackene Banane. Es war wirklich sehr sehr lecker und manchmal auch echt abenteuerlich! Nach dem Essen hat jeder selbst sein Geschirr abgewaschen. Wir hatten ich glaube 16 Waschbecken mit wunderschönem Blick auf eine Wiese mit Mangobäumen. Dieser ganze Ablauf und das gemeinschaftliche Leben ohne wirklich miteinander zu kommunizieren war etwas sehr besonders. Es hat mir gut gefallen. Ab 12 bis 13 Uhr war dann erst Mal Pause, ich schätze man zum Verdauen! Haha! Wenn man Fragen hatte konnte man diese in dieser Stunde auch der Lehrerin stellen, in der Meditationshalle. Ab 13 Uhr wurde dann wieder meditiert bis 14:30. Dann eine kurze Pause und wieder das einstündige Sitzen. 14:30 bis 15:30. Ich bin eigentlich immer so um 14 raus aus der Halle, um mich und meinen Körper nochmal kurz vorzubereiten. Dann nochmal ne Runde gelaufen und hab die Natur beobachtet um dann von 14:30 bis 15:30 durchzuhalten. Am 6. und 7. Tag gelang es mir noch nicht ganz komplett still sitzen zu bleiben. Da tat das Bein dann doch mal zu sehr weh, oder ein Juckreiz war so penetrant das ich mich einfach kratzen musste. Es klappte aber mit jedem Tag besser! :) Das hat mich irgendwie zutiefst befriedigt. Mittlerweile klappten die Runden durch meinen Körper auch immer besser und ich hatte fast keine Bilden Flecken mehr. Also Stellen an denen ich keine Empfindungen spüren konnte. Ich schaffte mittlerweile schon über 3 Runden in einer Stunde. Ab 15:30 gab es noch eine Meditation, bis 17 Uhr. Auch da bin ich meist nur so eine Stunde lang in der Halle geblieben.

Achja ab dem 7. Tag haben wir auch eine Zelle bekommen. Das sind kleine Räume die um die Meditationshalle herum angeordnet sind, ohne Fenster und wirklich winzig. Wir konnten in den zwei und eineinhalb stündigen Meditationen nämlich entscheiden ob wir in unserem Zimmer, der Halle oder dieser Zelle meditieren. Die Zelle habe ich einmal kurz angeschaut, hineingegangen bin ich nie. Es war mir viel zu erdrückend da drin. Um 17 Uhr gab es dann Eistee und Kaffee! Und Kekse und Obst für uns Anfänger. Und so langsam neigte sich der Tag dann auch schon dem Ende zu. Noch ein letztes Mal das einstündige Sitzen von 18 bis 19 Uhr, dann hinunter in die Mini Halle. Dort war ich mit einer Spanierin, 2 Deutschen, einer Russin und einer Französin. Da saßen wir jeden Abend eine Stunde mit Kopfhörern und haben uns einen Vortrag zum erlebten Tag angehört von Goenka. Übersetzt für uns in unsere Muttersprache. Das fand ich wirklich echt cool, denn es war wichtig auch wirklich alles zu verstehen um die Technik zu begreifen. Außerdem war die deutsche Synchrostimme sau sympathisch! Dhamma Discourse hieß das Ganze.

 

Danach hatten wir noch so 40 Minuten Zeit, in welchen ich immer geduscht habe. Denn über den Tag war ich mehr als Nass geschwitzt! Um 20:40 ertönte dann noch ein letztes Mal für diesen Tag der Gong und wir versammelten uns alle in der Halle. Noch einmal 15 Minuten meditieren und dann eeeendlich ab ins Bett! Glücklicherweise konnte ich so langsam auch wieder gut schlafen, das war auch sehr beruhigend. Ich hatte mir nämlich schon Sorgen gemacht, dass ich jetzt immer meine Gedanken beobachte beim einschlafen, weil ich mir diesen Gedanken so bewusst war. Aber seit die Runden durch den Körper flüssiger liefen, konnte ich auch meine Gedanken besser kontrollieren. Und so dann beim einschlafen eben auch bewusst entscheiden sie einfach frei fließen zu lassen.

 

Der 8. Tag war mein Geburtstag. 23 Jahre alt bin ich geworden, und für mich war dieser Geburtstag, ein ganz besonderer. Keiner wusste davon, und es hätte ja auch nichts geändert, hätte jemand davon gewusst. Denn gratulieren ohne Körper und Augenkontakt und ohne zu reden wird dann doch ein bisschen schwer. Es gab einfach nur mich selbst und die Natur um mich rum. Es war ein sehr achtsamer, gleichmütiger, schweigsamer Geburtstag. Morgens habe ich mir leise Happy Birthday gesummt und mittags habe ich mir selbst etwas ganz wunderbares geschenkt. Ich hatte es geschafft. Am 11. Mai von 14:30 bin 15:30 saß ich eine Stunde lang komplett still. Ohne auch nur eine Bewegung zu machen. Ihr glaubt nicht wie glücklich ich war als die letzte Minute rum war. Als die Älteren vorne zustimmend „Sadhu, sadhu, sadhu“ sagten. Ich hatte es geschafft, wow!! Ein Glücksmoment den ich so schnell nicht wieder vergessen werde! :) 6 Mal bin ich geistlich durch meinen Körper gewandert. Jede Stelle habe ich beobachtet. Keine Empfindung bewertet. Kein Jucken, keinen Schmerz. Ich bin gleichmütig geblieben. Und ja, ich bin stolz darauf!

Der 9. Tag ging schnell rum und dann war es auch endlich soweit. Am 10. Tag um 10 Uhr morgens nach der Meditation durften wir wieder sprechen. Leute, ich sags euch, das war ein unglaublich berührender Moment. Als ob man auch einem Tiefschlaf aufwacht und die Augen öffnet. Ich weiß nicht wie ich es euch am besten Erklären soll, oder ob ich dieses Gefühl überhaupt erklären kann. Wir sind alle noch einen Moment sitzen geblieben. Grinsende, glückliche Gesichter überall. Ich bin mit der Frau aus Frankreich nach draußen gelaufen, ich habe leider ihren Namen vergessen und sie hat vor Freude angefangen zu weinen. Das hat mich sehr berührt. Nach den ersten 10 Minuten gings dann auch schon los mit dem Geplappere! :D Es war wirklich lustig sich auf einmal mit den ganzen Menschen zu unterhalten die man nun 10 Tage lang genau beobachtet hatte. Überall waren Grüppchen und alle haben sich ausgiebig ausgetauscht. Am Anfang erstmal über das erlebte, schließlich hatten wir die letzten 10 Tage ja alle das gleiche gemacht. Und doch waren die Erfahrungen so unterschiedlich! Es war sehr interessant zu hören wie es den anderen so ergangen ist! Heißt also auch, das dass, was ich hier berichte, eben nur meine Erfahrungen sind. Bei euch ist es vielleicht ganz anders gewesen, habt ihr das auch schon gemacht. Und wenn ihr es noch machen wollt, geht ohne jegliche Erwartungen an die Sache ran, denn jeder erlebt diese 10 Tage eben auf seine Art! :) Ich und Marie, das Mädchen aus Köln das ich schon auf der Busfahrt kennengelernt hatte kamen übrigens unglaublich gut miteinander aus. Ihr kennt das sicher, man trifft manchmal Menschen und ist ihnen sofort total Vertraut. Ich bin sehr froh sie kennengelernt zu haben und im Sommer wollen wir uns auch nochmal treffen! :) Ich freu mich!

 

An diesem Tag, dem 10. wurde also noch viel geredet, getrascht und gelacht! Eine Meditation und nen Dhamma Discourse gab es auch noch! Und ein unglaublich leckeres Essen, man kann fast schon Festmahl sagen gab es ebenfalls. Mit angebratenem Seitan und dem göttlichsten Kokoseis überhaupt. Dieses Kokoseis war wirklich mein kulinarischer Höhepunkt, YUM! Abends gab es dann noch eine kleine unangenehme Überraschung. Es hatte nämlich tagsüber geregnet und nun waren Tausende, nein Hundertausende an Eintagsfiegen geschlüpft. Ich sags euch, überall wo Licht war war es VOLL mit diesen Dingern. Jedes noch so kleine Licht plus Umgebung war übersät damit. Auch in unseren Zimmer hat es trotz Fliegengitter gewuselt. Die haben wirklich jeden noch so kleinen Schlitz gefunden um zum Licht zu gelangen. Ich habe dann angefangen mit Schals und Decken alle Schlitze zuzustopfen. Hat einigermaßen gut funktioniert! :D Dann sind wir um 21 Uhr auch alle im Bett gewesen, denn am nächsten Morgen ging es ja wieder nachhause, zumindest für mich! :)

11. Tag. Um 4 Uhr erklang der laute Gong! Ich bin ab unter die Dusche und war top motiviert aber auch wehmütig zugleich wieder nachhause zu fliegen. Ich hab mein Zimmer noch schnell geputzt, das meiste hatte ich aber auch schon gestern erledigt gehabt. Heute gab es noch einmal morning chanting von Goenka und einen Dhamma Discourse. Das ging, glaube ich auch so um die ein bis ein halb Stunden. Dann sind ich und Marie zum Frühstück geschlendert und haben uns noch einmal den Bauch vollgeschlagen. Nun durften wir unsere Handys und den Geldbeutel aus dem Schließfach holen, was uns natürlich direkt motiviert hat noch ein paar Bilder zu schießen! :)

 

Achja spenden durften wir auch noch, alles anonym, jeder hat seine Spende einfach in nen Briefumschlag gepackt. Auch eine Bibliothek wurde uns noch gezeigt in welcher wir Bücher zu der Technik kaufen konnten. Und ja, dann war die Zeit auch schon gekommen. Die Busse waren da und es ging wieder ab zu dem selben Tempel an dem ich auf der Hinreise schon war. Alle in den Bus, und los gings! Ich und Marie haben uns die ganze Busfahrt über alles mögliche unterhalten. Die 3 Stunden gingen ruck zum um, und da waren wir auch schon da :D

 

Marie musste von dem kleineren Flughafen wieder zu ihrer Schule fliegen und ich eben von dem Großen. Da mein Flug aber erst um 21 Uhr oder so ging und ihrer erst um 18 Uhr dachten wir uns wir chillen einfach noch ne Runde zusammen. Und da es eh kostenfreie Shuttlebusse zwischen den beiden Flughäfen gibt bin ich einfach mit ihr zu dem kleineren Flughafen und wir haben dort noch den halben Tag verbracht. Schön wars!! Gegen 4 oder so bin ich dann auch mit dem Shuttlebus zum Suvarnabhumi Flughafen gefahren. Ich bin immer lieber etwas früher als zu spät was Flüge angeht :D Wir haben uns also verabschiedet, mit Vorfreude auf das nächste Wiedersehen! :)

 

Am nächsten morgen um 7 Uhr bin ich dann auch schon am Frankfurter Flughafen gelandet. Diesmal bin ich auch wieder über Abu Dhabi geflogen, hab die Flüge aber beide total verpennt. War ganz schön müde! Ich bin dann mit dem Zug weiter nach Stuttgart und wurde dann um 11 Uhr an der S bahn Station von meiner Mam abgeholt. Schön wars sie wieder zu sehen! :) Und meine kleine Yuna, unseren weißen Zwergpudel <3

Fazit: Ich bin total begeistert! Diese Reise war eine wunderbare Erfahrung und wirklich eine Bereicherung für mein Leben. Ich fühle mich erfrischt und bestätigt weiterhin meinen Weg zu gehen, genauso wie ich ihn gehen möchte! :) Und ich werde auf jeden Fall nochmal ein Vipassana machen! Das lege ich euch übrigens auch ans Herz! Und ich würde auch wieder nach Thailand fliegen, denn diese komplett andere Umgebung hat mir wirklich geholfen mal komplett los zu lassen und den Kopf frei zu machen. Ob ich weiterhin im Alltag die Ruhe finden werde zu meditieren das weiß ich momentan noch nicht. Diese ganze friedvolle Umgebung dort mit den lieben herzlichen Menschen und dieser tollen Lehre das Buddhas war eine so schöne Erfahrung. Im Einklang zu Leben mit der Natur. Ich werde weiterhin Achtsamer und Aufmerksamer durch mein Leben gehen, mehr im Jetzt, weniger in Vergangenheit und Zukunft. Und ich freue mich riesig auf alles was noch kommt! :)

 

Das wars erstmal! Ich hoffe euch hat dieser kleine Einblick in diese besondere Reise gefallen :) Vielleicht motiviert es euch ja dazu auch einfach mal zu machen! Ich bin mir sicher auch ihr werdet ganz wunderbare Erfahrungen machen! 

 

Ich verlinke euch hier noch die Videos von Ka Sundance und das Meditationszentrum,

Viel Spaß!

 

Ka Sundance: 

https://www.youtube.com/watch?v=fMqWgeWob0s

https://www.youtube.com/watch?v=Bh6i017Da4k

 

Meditationszentrum Dhamma Kamala:

http://www.kamala.dhamma.org/

 

Ganz ganz liebe Grüße,

eure Ilka!

 

"What you think, you become, what you feel, you attract, what you imagine, you create"

-Buddha

Share on Facebook
Share on Twitter
Please reload

LETZTE ARTIKEL:

December 14, 2018

July 13, 2018

Please reload

TAGS: