Abenteuer Südsee (Teil 5)

26/08/2017

Hey ihr Abenteurer! 

Schön das ihr wieder hier seid. 

 

Das Ende der Reise rückt immer näher und das hier ist der vorletzte Teil! :) Es ist wie immer sehr sehr abenteuerlich. Uns reißt ein Segel bei einem Sturm und das Gas geht uns aus.

 

Was nun?

 

Es wird spannend! Und ich wünsche euch ganz viel Freude beim lesen.

 

Für die, die die vorherigen Teile noch nicht gelesen haben: Ich hatte die Ehre 4 Monate Crew auf einem wunderschönen Segelschiff sein zu dürfen! Wir sind von Dili (Osttimor) nach Gizo (Salomonen) gesegelt! Es war eine spannende, verrückte, schöne und auch anstrengende Zeit und ich würde euch gern daran teilhaben lassen.
 

Hier noch den letzten Teil der Reise falls ihr den noch nicht gelesen habt.

 

Los geht’s! 

Gas leer - Was nun?

 

Hey ho!

Ich weiß gar nicht der wie vielte heute ist. Ich glaube der 11.02.2016. In drei Tagen hast du Geburtstag Mum. Ich hoffe dein Geburtstag wird richtig schön, ich wäre wirklich gerne dabei. Seit meinem letzten Eintrag sind also schon wieder 10 Tage vergangen. Wow. Die Zeit vergeht so schnell, es ist unglaublich. Wir wollten als nächstes von Jayapura zu den Hermit Islands segeln, was wind technisch auch 1A geklappt hätte. Nur leider ist uns das Gas ausgegangen :D Ihr habt ja bestimmt gesehen wie wir plötzlich den Kurs gewechselt haben, in Richtung Wewak. Dort ist das Ankern jedoch etwas problematisch, weil man Wind und somit auch Wellen technisch komplett ungeschützt ist. Also Ankern wir nun an einer kleinen hübschen Insel vor Wewak.

Sie heißt Mushu Island und wir ankern direkt vor einem Dörfchen namens Soup Village. Die Melanesier sind ganz anders als die Indonesier. Beispielsweise sprechen sie viel besser englisch. Das erleichtert die Kommunikation natürlich um einiges. Sie sind sehr freundlich aber haben auch etwas sehr wildes an sich. Irgendwie gefährlich. Ist nur so ein Gefühl, denn eigentlich sind sie super nett und zuvorkommend. Wir haben seit wir hier sind schon so viele Früchte geschenkt bekommen. Frische Papaya, Ananas und Bananen.

 

 

 Nun gut, hier gelandet sind wir ja eigentlich weil wir ein Gasproblem haben und nicht mehr kochen können. Wir sollen also in Wewak Gas kaufen. Quasi noch ein Emergency Stop ohne Visa. 7,5 Kilometer entfernt von Wewak haben wir unseren Anker geworfen. 2 Tage später haben Gerd und Ich uns auf den Weg nach Wewak gemacht. Mit unserem grauen Schlauchboot-dinghy und dem 2 Ps Motor, den Gerd mal irgendwo im Müll gefunden hat. :D Schwimmwesten, Spotmessenger, Funkgerät etc. war natürlich auch alles an Bord. Zur Sicherheit hatten wir auch noch unseren 5 Ps Motor ein gepackt und auch noch extra 10 Liter Benzin. Ach ja und die leere 14,5 Kilo Gasflasche nicht zu vergessen. Kurzum: Wir waren voll beladen. Wir sind deshalb auch erst mal an der Küste entlang gefahren um etwas im Windschatten der Insel zu sein.

 

Als wir um die Ecke herum gefahren waren musste Gerd pinkeln, also sind wir kurz angehalten. Quasi auf der gegenüberliegenden Seite. Dort war es auch bewohnt und wir wundern direkt freundlich begrüßt. Ich habe 3 riese Muscheln Geschenkt bekommen, ihr glaubt nicht wie sehr ich mich gefreut habe.

Wir sind dann noch ne Runde durch die Gegend spaziert und uns wurde ein richtig schönes Guesthouse präsentiert.

 

 

Jedenfalls wollten die Einwohner natürlich wissen wo wir mit diesem voll beladenden Knirps Dinghy hinwollen. Wir meinten nach Wewak. Wir haben ihnen erklärt warum, also das wir Gas brauchen uns all so etwas. Mit großen Augen wurden wir angeschaut. Sie meinten das sei komplett wahnsinnig mit diesem kleinen Dinghy und diesen winzigen Motor nach Wewak fahren zu wollen. Die Wellen seien viel zu groß. Aber sie meinten sie könnten uns helfen! Für 220 Kina, das entspricht ca. 60 Euro, würden sie und hin und zurück fahren.

 

Alright! Gesagt getan! Die Fahrt war eine riesen Gaudi. 60 Ps Motor und ein großes langes Bananaboat, da fliegt man quasi übers Wasser. Und man wird klitschnass :D Ihr wisst ja, ich liebe abenteuerliche Erlebnisse. Das war wunderbar! In 30 Minuten waren wir da, haha wir hätten sooo lange gebraucht wären wir alleine gefahren. Und die Wellen waren schon heftig, weiß nicht ob unser Dinghy das mitgemacht hätte. Angekommen sind wir erst mal zur Bank, wir hatten nämlich nur 50 Euro und 50 Dollar. Fälschlicherweise dachten wir 1 Euro sind rund 5 Kina, und 1 Dollar rund 4,5 Kina. Dem war nicht so :D Außerdem ist Wewak ganz anders als Jayapura. Rau, und irgendwie nicht so ausgelassen. Die Banken sind mit Schleusen versehen, also quasi ein Gang in welchem man wartet bis die Eingangstüre zu ist. Erst dann wird die nächste Tür geöffnet. Drinnen am Schalter haben wir dann also gefragt ob wir das Geld wechseln können. Es war 15 Uhr und laut unserem Begleiter schließen die Banken um 16 Uhr. Oh well, nicht für Ausländer. Für uns schon um 15 Uhr! Vedammt! Das nenn ich mal Pech. Wir haben dann noch ein wenig nachgebohrt, weil wir ja einen recht weiten Weg hinter uns hatten und auch noch den Skipper bezahlen mussten. Sie meinten dann Dollar und Euro wechseln sie, wir hatten auch noch ein paar Rupia. Die wollten sie aber nicht.

Und schon kam das nächste Problem angerollt. Sie wollten dafür unsere Reisepässe sehen. Die haben wir dann auch vorgelegt. Ein Visa war natürlich nicht darin vorzufinden. Nach einigem rum studieren und diskutieren warum da wohl kein Stempel drin ist meinten sie, kein Visa, kein gewechseltes Geld. Great. Da auf unserem Clearingpaper aus Jayapura Rabaul und nicht Wewak steht wäre es wieder ein riesen Akt mit Immigration, Custom und so weiter. Alles ziemlich kompliziert. Enttäuscht sind wir also zurück zum Skipper und alles zu erklären.

 

Dann ist irgendwie plötzlich ein Cousin von ihm aufgetaucht und meinte er könne das Geld wechseln. Ein besonders gutes Gefühl hatte ich dabei nicht. Aber wir hatten ja keine andere Möglichkeit also haben wir das halt gewagt. Nach 20 Minuten kam er zurück, mit 250 Kina. Nen schlechteten Deal hätte man wohl kaum machen können. Ziemlich daneben, aber was solls. Wir hatten 400 oder mehr erwartet. Realistisch waren 340. Da mehrere Menschen in dem Boot mit zurück zu Muschu Island wollten ist immerhin der Skipper namens Hubert mit dem Preis runter auf 120 Kina. Dann sind Ben und Gerd nochmals los und die Gasflasche aufzufüllen. Nicht viel später kamen sie zurück. Ohne aufgefüllte Gasflasche. Auffüllen konnten sie die alte Flasche dort nicht, wir hätten nur eine Neue kaufen können. Für 365 Kina! Heeeell no :D! Soviel hatten wir ja garnicht. Heißt, die Sache hatte sich erledigt. Wir sind dann mit den restlichen 100 Kina noch schnell einkaufen gegangen da wir kaum mehr Essen hatten. Paar Bohnen und Kichererbsen aus Dosen und noch ein paar andere Sachen. Wewak ist schweineteuer. Viel konnten wir uns damit nicht kaufen.

 

Die Fahrt zurück war genauso grandios wie der Hinweg und am Ende hat sich der Ausflug doch gelohnt, für dieses Erlebnis! Nun gut, Gas hatten wir jetzt also keins mehr. Das hieß dann wohl nicht mehr kochen oder?

 

 Glücklicherweise haben wir einen sehr erfinderischen und kreativen Kapitän, der stets tolle Ideen hat. Er hat ein wenig rumgetüftelt und kam zu einer wunderbaren Lösung. Wir bauen uns einen kleinen Grill, aus 2 Aluminium Eimern und diversen anderen Gegenständen, die sich so über die Jahre bei Gerd angesammelt haben. Gerd ist da wie du Mum, er hat über die Jahre auch alles Mögliche gesammelt, mit dem Gedanken das man es ja vielleicht mal brauchen kann. Und so war es dann auch, wir hatten genau die passenden Teile für diese Idee. Das Feuer würden wir dann mit Holzkohle machen, die wir erst noch herstellen mussten. Haha, also los gings! Am nächsten Tag sind wir an den Strand um den ganzen Tag zu „köhlern“. Wir haben ein riesen Loch gegraben und darin ein großes Feuer gemacht. Das haben wir dann immer wieder mit Holz bestückt und mit Sand bedeckt, Schicht um Schicht. Als es dunkel wurde haben wir das vollständig zugebuddelt. Nun bleibt das Ganze dort so für 2 Tage, bis wir dann hoffentlich wunderbare Holzkohle ausgraben können.

 

Wir haben zwischenzeitlich noch auf diesem Feuer gekocht mit einer Menge Einheimischen die sich zu uns gesellt hatten. War ein lustiger Abend, nur leider wurden mir Tauscherbrille, Schnorchel und Flossen geklaut. Ich war wohl etwas zu gutgläubig sie nur im Dinghy unter Außenborder und Kartoffelsack zu verstecken, während wir gekocht haben. Gerd ist gerade an Land, er meint viellecht bekommen wir sie ja zurück.

 

 

  Hier haben mir zwei Einheimische ein wenig Pisin beigebracht als wir gemeinsam auf Liberty saßen:
 

How are you?-Hamas bla yor bloyou?

I‘m fine. - Mi ofit

I come from Germany – Mi blong germany

Whats your name? - Wenem nim blong you?

My name is Illy. - wnem nem blong Illy.

 

Mushu Island 

(Montag, 22.02.2016)

 

Mushu Island ist wirklich eine wunderschöne Insel, wir hatten eine super schöne Zeit dort mit tollen Menschen. Ich habe gesehen wie Sego hergestellt wird, das war ausgesprochen interessant. (Sego ist das Hauptnahrungsmittel in PNG und wird aus den Palmblättern der Segopalme hergestellt. Wir haben alle zusammen gekocht und gegessen, in ihren Häusern und zwar direkt über dem Feuer. Einmal wurde auch ein großes Festmahl veranstaltet bei dem das halbe Dorf dabei war. (Kleines Dorf:D) Sehr gerne werden hier Kürbistriebe gegessen zusammen mit grünen Bohnen. Das wird dann gemeinsam gekocht in Kokosmilch. Sau lecker!! Am vorletzten Tag bin ich noch mit Gibson, Betty und ihren zwei Kindern Manu und Loui in den Urwald zu ihrem Garten gelaufen um Früchte für unsere weiterreise zu pflücken und um einen Bambusstab zu fällen. Den will Gerd dann als Baum verwenden für unser Rahsegel. Solche einen Garten hab ich noch nicht gesehen Leute. Dieser Garten war ein Urwald für sich! So divers, so rießig, so schön!! Ich war hin und weg. Taropflanzen, Tabak, Kürbis, Kakaobäume, Bananenstauden in den verschiedensten Variationen, Beetlenut, Kokosnusspalmen, Ananas, Sego, Papaia, gewaltige Mangobäume und und und..

 

 

Ich durfte sogar ein paar Kakaobohnen pflücken, aus welchen wir gestern hier auf Liberty selbst Kakao hergestellt haben! Und es war sooo lecker! Das war wirklich etwas ganz besonderes, Kakao zu trinken den man komplett selbst hergestellt hat. Wir haben die Kakaobohnen erst einmal aus der Bohne raus friemeln müssen. Das ist gar nicht mal so einfach denn die Schale einer Kakaobohne ist härter und dicker als man denkt. Dann haben wir die kleinen Kakaoböhnchen 3 Tage lang in einem Plastikbehälter fermentiert und danach in der Sonne ausgebreitet und getrocknet. Dann wurden sie über dem Feuer geröstet, geschält und nochmal geröstet. Nun haben wir sie nur noch kleingehäkselt und mit Zucker in Wasser aufgekocht. Oooh war das ein Genuss!

 

Größtes Segel gerissen - goodbye Genua!

 

Ich habe gerade zufällig dieses Büchlein in der Hand und Lust euch noch ein wenig von den letzten Geschehnissen zu erzählen. Vor ein paar Tagen ist unsere Genua gerissen. Nachts bei einem Squoll, so um 01:00 Uhr muss das gewesen sein. Das Unwetter kam von hinten, es kam plötzlich ein ungeheurer Wind auf, wir wurden immer schneller bis uns dann bei 7,5 Knoten die Genua gerissen ist. Das alles ging ruck zuck. Schon ziemlich schade, da die Genua unser größtes Segel ist und uns bei wenig Wind echt voran gebracht hat. Glücklicherweise habe ich ja auf Mushu Island einen Bambus gefällt, zusammen mit Gibson. Diesen haben Thiemo und Gerd nun am Rahsegel montiert. Quasi als Baum!

 

Das Rahsegel ist rechteckig, also anders wie all die anderen Segel die wir haben. Ich sags euch Leute, dass hochzuziehen und so improvisiert im Wind stehen zu sehen war eine Pracht! Und wunderbar funktioniert hat es dazu auch noch. Dafür bewundere ich Gerd sehr. Er hat für alles eine Lösung! Sehr beeindruckend. Ich mein, wir sind hier auf einem Segelboot, dass statt Gasherd eine offene Feuerstelle hat, statt einem richtigen Baum Bambus hat, einen Motor besitzt der auch mit Kokosöl läuft, auf welchem eigener Kakao hergestellt wird, Bananen von noch halb grünen Bananenstauden gegessen werden und zudem segeln wir noch eine Strecke die sonst kein Mensch segelt! Ich liebe es!

 

 

 Gestern ist uns ein recht modernes Fischerboot begegnet. Sie sind direkt zu uns hergefahren und haben uns einmal umrundet. Ich glaube wir sehen sehr ulkig auch für die Menschen hier. Oft kommt hier sowieso kein Segelboot vorbei und jetzt wir, die aussehen als seien sie gerade Pirates of the carribean entsprungen. Wir haben gewunken, die Fischer auch und dann sind sie wieder abgedampft. Gestern und Vorgestern hatten wir übrigens wieder Besuch von Delfinen, und wie nah sie diesmal kamen! Sie sind beide Male mit und mit geschwommen.

 

Gerd meint umso mehr Radau man an Deck macht umso länger bleiben sie. Wenn man dann noch Musik dazu macht sind sie scheinbar bestens unterhalten und bleiben eine Weile. Ich habe also an Deck rumgefuchtelt mit nem T-shirt gewunken und gesungen. Man konnte richtig sehen wie sie sich vor dem Bug seitlich gedreht haben, um einen genau begutachten zu können. Ich konnte ihnen in die Augen sehen, es war wunderschön. Die erste Gruppe waren 7 Delfine, große Tümmler wenn ihr mich fragt. Darunter war eine Mama mit ihrem Baby. Die Zwei sind immer zusammen geschwommen. Die zweite Gruppe waren viel mehr. Ich schätze es waren locker so um die 20. Und diesmal waren sie auch größer und zweifarbig. Also quasi dunkelgrau oben und unten hellgrau. Ich kann besonders in solchen Momenten meist garnicht so richtig fassen was ich da sehe. Einfach viel zu schön und auch SO beeindruckend. Gestern Nacht haben wir alle Segel runter gelassen weil und der Wind verlassen hat. Das war also nach einiger Zeit mal wieder eine ruhige Nacht ohne Nachtwachen. Auch mal wieder angenehm :) Meine Nachtwache ist jetzt übrigens immer von halb 4 bis 6 Uhr morgens. Da kann ich mir immer den Sonnenaufgang anschauen, super schön! Die Sonnenaufgänge hier sind fantastisch! Ein Sonnenaufgang kann von dunkelrot bis hellgelb über knalliges pink und zartes rosa alles dabei haben. Den Tag so zu beginnen ist wirklich ein Geschenk. Manchmal sehen wir auch einen Regenbogen, heute zum Beispiel! :) Die Naturgewalten sind hier auf dem Meer sowieso total faszinierend. Wenn sich irgendwo zum Beispiel eine Regenfront bildet kann man das ganz genau beobachten. Und dank unserer Windex oben am Mast wissen wir auch immer ob diese sogenannten Regenschauer auf uns zukommen. Ein Gewitter hatten wir übrigens noch nicht. Was in der Regenzeit eigentlich komplett absurd ist. Also das soll jetzt nicht heißen das wir nie schlechtes Wetter haben, das haben wir schon, aber Blitz und Donner blieben bisher aus! Heute Morgen haben ich und Manuele etwas seltsames am Himmel entdeckt. Es hat sich so ein seltsamer grauer Trichter gebildet, angefangen bei den Wolken runter zum Meer gehend. Bei genauerem hinschauen hat man gesehen wie sich da im inneren irgendetwas bewegt. Ich glaube es war Wasser. Das ganze ist da so vor sich hin entstanden und nach ca. 2 Minuten hat es sich ganz plötzlich wieder aufgelöst. Total verrückt war das, so etwas hab ich noch nie gesehen. Das habe ich dann direkt danach Gerd erzählt. Er meinte dann das dass der Beginn einer Wasserhose gewesen sein könnte. Und die sind richtig gefährlich! Puuuh!

 

Nochmal zurück zu Mushu island. Die Flora und Fauna dort war atemberaubend! Ein Muschelnüberfüllter weißer Sandstrand mit leuchtend grünem Urwald direkt dahinter. Gibson hat Gerd und mir mal den Staudamm gezeigt von welchem das Dorf sein Wasser bekommt. War richtig urig da durch zu laufen. Ich habe mich gefühlt wie Willy Wonka in Charlie und die Schokoladenfabrik als er erzählt wie er durch den Dschungel gelaufen ist und dort sie Umpa Lumpas entdeckt hat. Ich hätte mich glaube ich nicht erschrocken, wenn da tatsächlich plötzlich einer von denen rumgelaufen wäre :D Auch an Getier gibt es hier wirklich so einiges, denn Muschu liegt ja nicht weit vom Festland. Heißt da ist mit Sicherheit so einiges mit den Bananaboats hier vom Mainland angeschleppt worden :D Spinnen in allen nur erdenklichen Variationen, Hundertfüßer, Schlagen, Eidechsen, Leguane, Skorpione, Frösche and so on!

 

 

Gesehen habe ich zum Beispiel Seidenspinnen, und so eine richtig dicke braune am Strand, die Gerd einfach so in die Hand genommen hat ohne mit der Wimper zu zucken. Ah und einen MEGA Leguan der ne Palme hochgeklettert ist. Der war echt ein Koloss. Gibson hat auch erzählt das es hier Meeresblaue Schlagen gibt die richtig groß werden. Er meinte wenn man sie sehen will muss man einfach nur etwas in Meeresblau anziehen in den Dschungel gehen und abwarten. Dann würden sie auch ihren Verstecken kriechen um einen zu begutachten. Zieht man das blaue T-shirt dann aber auch, ergreifen sie die Flucht. Zuerst dachte ich was erzählt er dann da für einen Quatsch, aber nachdem es mir unabhängig von einander nochmal 2 Insulaner und auch der Chief der Insel (Vincent) erzählt haben, glaube ich mittlerweile das da echt was dran sein könnte. Sie haben mir hier auch von einem Stein aus Indien erzählt der all ihre Bisse von giftigen Tieren heilt. Dieser Stein wird wohl 2-3 Stunden auf den Stich oder Biss gelegt und dann sagt er das Gift aus der Wunde. Um ihn zu reinigen, bzw Ben meinte um ihn zu füttern wird er danach in Milch gelegt. Danach kann er wieder verwendet werden. Ich finde das hört sich ganz schön verrückt aber aus äußerst interessant an! Eigentlich gibt es noch viel mehr zu erzählen, aber so langsam werde ich müde. Es ist jetzt 20 Uhr und wie sind 81,1 Meilen von Rabaul entfernt. Momentan machen wir 4,6 Knoten. Ich sitze hinterm Steuer, muss aber nicht steuern da die Selbststeueranlage momentan einen sehr guten Job macht. Thiemo kocht gerade Spaghetti mit Tomatensoße. Ich schreib bald wieder!

 

Ich liebe euch & Gute Nacht.

So! Das war also der fünfte Teil. Sehr ereignisreich und abenteuerlich finde ich. Ich hatte großen Spaß das hier für euch nieder zu schreiben. Ich hoff euch hats auch gefallen! Lasst mir gerne einen Kommentar da!

 

Warst du denn schon mal im Dschungel? Reist du gerne? Schnorchelst oder tauchst du wenn du unterwegs bist? :)

 

Ich bin gespannt! 

bis ganz bald, ich drück euch!:)
 


 

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