Parasiten im menschlichen Körper

13/01/2019

 

Du denkst du bewohnst als einziger diesen wunderbaren Körper? Deinen Körper? Nun ja, ich fürchte es besteht die Möglichkeit das du damit nicht ganz richtig liegst.

 

Ich rede von kleinen, unangenehmen, aber vor allem unbemerkten Untermietern. Sie brauchen deinen Körper um zu überleben. Um sich fortzupflanzen.

 

Ich rede von...

Parasiten.

 

(Alle kursiv unterstrichenen Wörter sind Links mit Erklärungen, falls dir also ein Begriff unbekannt ist, oder dein Interesse geweckt hat, dann einfach drauf klicken.)

Nun ich bin mir sicher, du hast diesen Begriff schon einmal gehört.

Aber was sind denn eigentlich Parasiten?

 

Ein Parasit ist ein Organismus, der für die Erfüllung seines natürlichen Entwicklungszyklus ein anderes Lebewesen braucht. In diesem Fall sind das eben wir Menschen.

Das Prinzip funktioniert oft ungefähr so: Du lässt mich leben, dann lasse ich dich auch leben. 

 

Ich weiß diese Neuigkeiten sind wirklich weniger erfreulich, aber das wir Parasiten haben ist nun mal irgendwie echt logisch. Ich meine denke doch mal an deinen Hund (falls du einen hast). Hat er schon mal ne Wurmkur bekommen? ja? In der Tierwelt scheint es für uns ganz normal zu sein, dass Parasiten existieren. Aber wenn es um uns selbst geht?

 

Haha.

 

  Als ob wir Parasiten haben. Wir sind ja immun. Krasse Überwesen oder so. Wir können gar nicht befallen werden.

 

Alles Quatsch.

Natürlich.

Bekannt sind ca. 34 verschiedene Parasitenarten die den Menschen befallen, dazu gehören 18 verschiedene Würmer, 10 Einzeller (Auch Urtierchen genannt, ich finde übrigens das hört sich eigentlich recht sympathisch an) und 6 Blutsauger (yumm).

 

Manche sind echte "Menschenparasiten" und wohnen zum Teil Jahre in uns, andere wiederum kommen zufällig vorbei und machen es sich eine Weile bei uns gemütlich und wieder andere warten geduldig auf den richtigen Moment um sich bei uns einzunisten.

 

Mediziner unterscheiden ob sich der Parasit außerhalb des menschlichen Körpers (Ektoparasiten) oder innerhalb des Körpers (Endoparasiten) befindet.

 

Einige davon kennst du sicher, wie z.B die Kopflaus, Zecke, Bettwanze, den Bandwurm oder den Floh.

 Von anderen hast du wahrscheinlich noch nie gehört. Zum Beispiel von Faden- und Spulwürmern, Digenea (Unterklasse der Saugwürmer) oder Giardien.

 

Es gibt also noch eine Menge zu entdecken und zu lernen, wenn es um das Thema menschliche Parasiten geht.

Biochemisches Drogensortiment

 

Diese Kerlchen sind äußerst raffiniert, sie navigieren durch unseren Körper und überleben dort Jahre, ja sogar Jahrzehnte ohne das wir es überhaupt merken. Ihre Sprache ist ein biochemisches Drogensortiment wie beispielsweise Hormone, mit dessen Hilfe sie uns steuern können.

 

Um es hart auszudrücken: Der Parasit ist der Puppenspieler und der Wirt ist die Marionette.

 

Ihnen ist es möglich biochemisch unser Immunsystem zu manipulieren, sodass es die Eindringlinge nicht mehr erkennt und somit natürlich auch nicht mehr angreift. Parasiten sind heimtückisch und kommen so gut wie nie allein, sondern bringen ihre kleinen Freunde mit. Böse Darmbakterien, Tiermikroben, Borrelien, Toxine und und und..

 

Außerdem ist schon lange klar, dass neben Bakterien und Viren auch Parasiten Krebs verursachen können. Z.B. im Dickdarmn, der Leber oder der Niere.

 

Aber entgegen der Annahme das bei uns im Körper riesige Spaghettiartige Würmer rumschwibbeln, sind es doch meist Wesen die nur mir dem Mikroskop zu erkennen sind. Wohl auch ein Grund warum sie so schwer zu finden sind. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir viele der in unserem Körper existierenden Arten, noch nicht einmal kennen.

 

Nun, warum denke ich das?

 

Weil das Thema Parasiten im Medizinstudium oft nur angekratzt wird, weshalb ausgebildete Parasitologen selten sind. Außerdem sind gerade wir im Westen der Meinung das es bei uns sowieso keine Parasiten gibt, weshalb wir uns also gar nicht erst mit dem Thema beschäftigen. Nun ja, weit gefehlt.

 

Es wird vermutet das 80 Prozent der Menschen im Westen parasitäre Bewohner haben. Alex Green ist sogar der Meinung es seien 100 Prozent.

 

 

Nun, warum zur Hölle sollten wir alle Parasiten in uns tragen?

 

Einfach zu beantworten.

 

Weil Parasitose noch nie so wahrscheinlich war wie in unserer Zeit.

 

Aber warum, was hat sich geändert?

 

- Sehr ausgeprägter Tourismus.

-Import/Export von Lebensmitteln.

-Haltung von Haustieren

-Veränderte Essgewohnheiten wie Sushi, Tartar, Carpaccio, Mett, medium gebratenes Fleisch oder sogar noch blutig.

-ungespritztes, unbehandeltes Gemüse.

 

Ich meine noch nie ist eine Generation soviel rum gekommen wie die unsere. Es war noch nie so einfach an exotische Lebensmittel heran zu kommen. In rohem Fleisch und Fisch gibt es so einige unangenehme Bewohner wie z.B. Trichinen. Und die Menschen heut zu Tage konsumieren eine ganze Menge davon. Ja und klar, natürlich ist Bio besser, für uns sowie für die Umwelt. Aber nicht gespritzt bedeutet auch für die Parasiten ein gesünderes Zuhause..

 

Nun um das nochmal zusammen zu fassen: Parasiten hatten es noch nie so einfach sich überall auf der Erde auszubreiten. Und das führt uns doch zwangsläufig zur Frage:

Warum fällt es keinem von uns auf das wir Parasiten in uns haben?

 

- Die Symptome einer Parasitose sind sehr unspezifisch, heißt ein Zusammenhang zwischen Symptom und Parasit wird meist nicht erkannt), Verwechslung mit anderen Krankheiten.

- Wie bereits erwähnt sind Mediziner kaum oder gar nicht geschult wenn es um Parasiten geht.

- Der Glaube das Parasiten ausschließlich ein Problem tropischer- sowie Dritterweltländer sei.

 

Nun zur nächsten Frage..

Wie stecken wir uns eigentlich an?

 

- Direkter Körperlicher Kontakt

(Zwischen Mensch → Tier, Insekt, Mensch → Mensch)

- Rohe Nahrung: Fleisch, Fisch, Früchte asiatischer Herkunft, Rohmilch,..

- Kontaminierte Plätze wie z.B. Camping und Rastplätze, Rasen, Sandstrände & Sandkästen,..

- Reisen in tropischen Ländern (Afrika, Südamerika und Asien genauso wie Spanien, Türkei, Griechenland,…

- Infizierter Staub aus: Landwirtschaft, Stofftieren, Klimaanlagen,..

- Insekten wie: Flöhe, Mücken, Fliegen,..

- Kontaminierte Lebensmittel

(Trinkwasser (Chlor tötet keine Parasiten), Salat, Obst, Gemüse (die mit frischem Wasser gewaschen werden oder aus Anbaugebieten mit tierischer Düngung stammen), Eiswürfel…

- Haustiere wie Hund, Katze,..

- Durch Speichel sowie Fäkalien anderer Lebewesen

Nun...

 

Hast du Parasiten?

 

Die Frage kann ich dir natürlich nicht beantworten, da bedarf es schon einen Spezialisten, allerdings gibt es ein paar mögliche Anzeichen einer Parasitose:

 

- Müdigkeit, Schlappheit

- Brainfog

- Durchfall oder Verstopfung

- Blähungen/Blähbauch

- Geschwächtes Immunsystem, ständige Erkältungen

- Starke Gewichtsschwankungen

- Unerklärliche Schweißausbrüche sowie grundloses Frösteln

- Plötzliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten

- Plötzliche Allergien

- Anämie (Eisen- und Vitamin B12-Mangel)

- Plötzlicher Juckreiz auf der Haut/Ausschläge

- Organ spielt auf einmal verrückt wie z.B. Blutdruck steigt, Migräneattacken, Herzrasen, Luftnot, Asthmaanfälle,..

- Dunkle Augenringe

- Heisshunger auf zuckerhaltige oder ungesunde Lebensmittel (Denn das brauchen parasiten zum Leben)

- und noch viel viel mehr..

 

Typisch ist immer: Alle Symptome treten sehr plötzlich auf und verschwinden auch plötzlich wieder. Oft wiederholt sich dieser Vorgang mehrmals.

Ich habe dir hier einmal die üblichen Methoden aufgelistet um herauszufinden ob man Parasiten hat:

 

- Eine Untersuchung deines Blutes im Labor. Allerdings findet man nur selten Hinweise wie z.B. erhöhte Immunglobin E WerteEosinophilie,..

(Spezielle Laboruntersuchungen wie serologische Tests sind teuer und nur in speziellen Labors möglich.)

 

- Mit CT, MRT und Ultraschall kann man Abszesse, Granulome und Zysten sehen, jedoch werden diese selten mit Parasiten in Verbindung gebracht.

 

- Stuhlproben. Man sollte meinen hier wird man auf jeden Fall fündig, allerdings sind Parasiten nicht immer im Dickdarm und verlassen den Körper so auch nicht immer mit dem Stuhl. Mal abgesehen davon sind die ins Labor geschickten Stuhlproben meist trocken und das Ergebnis somit fast immer negativ. Einige der Parasiten sterben auch schon kurze Zeit nachdem sie den Körper verlassen haben ab, weshalb der Weg ins Labor ohnehin oft zu lange ist. Sie sind so unter dem Mikroskop nämlich nicht mehr identifizierbar.

 

Es gibt allerdings zunehmend Labors die eine spezielle Konservierungssubstanz verwenden (SAF), diese fixiert die Wurmeier im Stuhl und bewahrt sie somit vor dem absterben.

 

Laut Dr. med. Adrian M. Stoenescu ist der Triple Fascets Test (TFT) der effektivste Weg Parasiten im Stuhl ausfindig zu machen.

 

In vielen Praxen sowie Naturheilpraxen werden auch oft Methoden wie PSE und IST-Diagnostik verwendet, um herauszufinden ob der Patient Parasiten hat oder nicht.

 

Ich denke hier ist es sinnvoll sich gut zu informieren oder sich beraten zu lassen und dann zu entscheiden welche dieser Methoden einem selbst am Besten erscheint.

Was tun wenn du Parasiten hast?

 

Wie dir sicher bewusst ist bin ich weder Arzt, noch Naturheilpraktiker oder sonstiges in dieser Richtung. Das hier ist einfach ein Thema welches mich sehr interessiert. Ich habe sehr viel Recherche betrieben und hier alles nieder geschrieben, was mir sinnvoll und wahr erscheint. Was ich damit sagen will ist, solltest du Parasiten haben dann geh am besten zu einem Spezialisten.

 

Wenn dir pflanzliche Helferlein meist auch lieber sind als die der Schulmedizin, dann habe ich hier einige die bei einem Parasitenbefall hilfreich sein könnten.

 

-Papayakerne (Enzym Papain)

-Rizinol (Rizinus+Olivenöl)

- Schwarzwalnusstinktur (Konzentrat aus der Schale)

- Wermmutpulver

- Nelkenpulver

- Leinsamen

- Beifußpulver

- Berberisextrakt

- Grapefruitsamen

- Oreganoöl

- Majoran

- Natives Bio Kokosöl

 

Empfohlen wird auch dringend den Körper während einer Parasitenkur zu entgiften da sterbende Parasiten Schwermetalle aussondern.

Nun, das war eine ganze Menge an Infos, deshalb hier zusammenfassend nochmal ein kleines Fazit von mir:

 

Grundsätzlich hilft eine gesunde, ausgewogene Ernährung schon einmal gegen diese kleinen Biester, denn:

 

Eine gesunde Ernährung =

- gesunde Darmflora

- gutes Immunsystem

- ausgeglichener Säure – Base Haushalt (weniger einladendes Milieu für Parasiten)

- guter Vitalstoffhaushalt (beugt Mängel vor)

 

 

Am besten also:

 

- ungesunde säurebildende Lebensmittel meiden, wie z.B. Weißmehl, Zucker, Fleisch & Milchprodukte

- typisch basische Lebensmittel bevorzugen ( frisches Gemüse, Salate, Smoothies,..)

- mit gesunder säurebildenden Nahrung ergänzen (Nüsse, Hülsenfrüchte, Pseudogetreide, Bio Tofu,..)

- Die basische Nahrung sollte 70 bis 80 Prozent ausmachen wohingegen die gesunde säure bildende Nahrung 20 bis 30 Prozent ausmachen sollte.

- Möglichst frisch essen und auf Fertigprodukte verzichten.

- viel Wasser trinken (am besten stilles Quellwasser).

 

Denn klar ist auch, füttert man die Parasiten immer weiter mit Zucker und ungesunden Kohlenhydraten, dann bringen auch die Antiparasitenmittelchen nichts.

 

Und zum Schluss:

Natürlich ist eine gezielte Austestung z.B. per PSE Methode der Einnahme von jeglichen Medikamenten vorzuziehen, sich gesund und ausgewogen zu Ernähren ist aber immer ein Schritt in die richtige Richtung, ob mit Parasiten oder ohne :)!

So nun haben wir ausführlich über einige unangenehmen Bewohner gesprochen doch tatsächlich sind sie nicht nur schlecht. 

 

Ja, sogar Parasiten können positive Eigenschaften haben.


Hier eine Beobachtung:  Wurmkrankheiten sind in der industrialisierten Welt immer seltener geworden. Gleichzeitig stieg die Anzahl der Allergiker und Asthmatiker. Wo Würmer, da keine Allergien. Wo Allergien, da keine Würmer.

 

Anhand dieser Beobachtungen haben Wissenschaftler die sogenannte Hygiene-Hypothese aufgestellt. 

 

Logisch ist: Je sauberer es ist, desto weniger "Training" hat unser Immunsystem.

Die Auswirkungen könnten folgende sein: Das Immunsystem ist einerseits nicht mehr stark genug gegen schlechte Bakterien und Co und andererseits greift es auch Zellen des eigenen Körpers an oder reagiert übertrieben auf harmlose Pollen.

 

Es liegt also nahe das Parasiten beispielsweise vor Asthma und Allergien schützen aber beispielsweise auch bei Autoimmunerkrankungen. 

 

Seit Jahren wird anhand dem Schweinepeitschenwurm (Trichuris suis) erforscht ob Parasiten bei chronischen Darmentzündungen wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn, Rheuma oder Multipler Sklerose helfen können. Und tatsächlich, vielen der Probanden geht es viel besser nach dem sie die Eier des Wurms eingenommen haben.

 

Hier noch ein zwei Artikel zu dem Thema Würmer auf Rezept:

- SWR2 Parasiten gegen Autoimmunerkrankungen

-Video ARD Würmer gegen Rheuma

- Planet Wissen: Parasiten

 

Ich finde das wirklich sehr spannend. Stellt euch vor für uns harmlose Parasiten könnten uns bei solch heftigen Krankheiten helfen, ganz ohne Nebenwirkungen. Beeindruckend. Ich bin sehr gespannt was da die nächsten Jahre noch so erforscht wird. 

So, Ende Gelände! :)

Das wars erstmal zu diesem spannenden Thema!

 

 Ich werde dir hier noch einige Artikel und Videos verlinken die mir bei meiner Recherche geholfen haben, oder die ich einfach generell sehr spannend und informativ finde. 

 

Geo Artikel: Wie Parasiten uns steuern

- Parasitismus Erklärung Video

- Parasitscher Pilz (Kernkeule) Video

 

Ich hoffe dir hat dieser Artikel gefallen, mir hat es viel Freude gemacht ihn zu schreiben. Ich habe viel gelernt! Falls du Fragen hast schreibe mir doch gerne unter "Kontakt" hier auf meinem Blog oder schreib einen Kommentar!:)

 

 

 

 

 

 

 

 

 Ich wünsche dir noch viel Spaß beim weiter stöbern,

ganz liebe Grüße,

deine Ilka

 

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